Am Gründonnerstag feierten wir das "letzte" Abendmahl. Jesus, der schon wusste, dass er heute von einem seiner Jünger verraten wird, setzte dieses Paschamahl in Szene, Aus diesen überlieferten Handlungen und Worten ist die Eucharistie entstanden, die wir noch heute im Gottesdienst feiern.
Die Jünger haben den Saal für das Paschamahl vorbereitet. Teller, Becher, Wasser, Schalen für Brot, Kräuter, Lamm und Wein. Eigentlich ein ganz normales Paschamahl. Aber zu Beginn sagt Jesus, dass er nur noch wenig Zeit auf Erden und bei den Jüngern ist, und dieses Mahl, das letzte sein wird. Er wird nicht mehr Essen und Trinken, bis er verherrlicht ist. Erstaunen macht sich bei den Jüngern breit! Besonders als er sagt, das ihn einer der Jünger heute verraten wird.
Nun kommen die überlieferten Einsetzungsworte. Er nimmt das Brot, spricht den Segen, bricht es und gibt es seinen Jüngern mit den Worten. "Nehmt und esset alle davon, das ist mein Leib, der für Euch geopfert wurde, tuet dies zu meinem Gedächtnis". Dann nahm er den Becher mit Wein, dankte wiederum und gab ihn seinen Jüngern mit den Worten "Nehmet und trinket daraus, das ist mein Blut des neuen Bundes, das für Euch vergossen wurde, zur Vergebung der Sünden, tuet dies zu meinem Gedächtnis"
Wir kennen diese Worte vor allem aus dem Sonntagsgottesdienst. Am Gründonnerstag erhalten die Gläubigen in der Kirche die Möglichkeit, Wein und Brot zu kosten. Uns Katholiken wird oft nachgesagt, das wir Jesus Essen und trinken. Nun vom theologisch spirituellen betrachtet, stimmt das in einer gewissen Weise. Wir nehmen den Geist Jesu in uns auf. Jesus Christus kommt in dieser Wandlung von Brot und Wein in die beiden Elemente, und so können wir seine Liebe, seine Botschaft und hier auch sein Wesen in uns aufnehmen und die Verbindung erneuern.
Aber der Gründonnerstag hat noch eine andere Seite. Der Verrat! Ein vermeintlich treuer Jünger - Judas Iskariot - liefert ihn an die Hohenpriester und an Rom aus. Er war aber schon dem Teufel verfallen und dies musste zur Erfüllung der Schrift auch geschehen.
Im Garten Gethsemane bittet Jesus seine Jünger "Betet und Wachet mit mir" Denn er hat als Mensch nun große Angst, davor, was nun kommen wird.
Die nächsten Abschnitte sind ja bekannt aus der Bibel und den Passionslesungen. Aber warum wollen die Menschen, die noch am Palmsonntag jubelnd Jesus in Jerusalem begrüßten, nun seinen Tod!?
Menschen lassen sich allzuleicht manipulieren und werden zum Mitläufer einer großen Menge. Wir können so etwas immer wieder beobachten im täglichen Leben. Russland, Iran, Nordkorea, China und noch viel mehr. Und das zeigt dann auch wieder die Schwachheit des Menschen und die Abhängigkeit von Gottes Liebe, Fürsorge und Vergebung.
Heute muss man vieles mit anderen Augen betrachten. Auch die Überlegungen, am Apparat "Kirche" etwas zu verändern zu modernisieren, anzupassen zu "verbessern". Müssen wir das wirklich tun oder sind gerade Weihnachten, Fastenzeit, Karwoche, Osterzeit, Pfingsten nicht Elemente unseres Glaubens, die uns als feste Bausteine gegeben wurden und die unverrückbar da stehen?
Ich glaube hier, die Ereignisse dieser Glaubenselemente sollen uns verdeutlichen, dass ein Verlassen des Glaubensweges uns nicht zu, sondern weg von Jesus Christus führt. Was will ich hier ausdrücken. Der Mensch wurde von Gott geschaffen. Die "Entwicklung" dieser Schöpfung ist jedoch durch Krankheit, Krieg und Genmanipulation - sei es direkt, oder durch Forschung in der Landwirtschaft und Militär - etwas in andere Bahnen geraten, Diese Wurzeln können wir nicht herausgraben, sondern dies kann nur Gott, der Schöpfer tun.
Am heutigen Karfreitag, sollten wir uns im Gebet an die Leiden (Schmerzen, Qualen) von Jesus Christus erinnern, die er für uns alle - also auch für mich und Dich - auf sich gezogen hat, am Kreuze hängend seinen und unseren Vater im Himmel darum gebeten hat, in Erfüllung der Schrift, uns die Sünden zu erlassen und seine Gnade auf uns ruhen zu lassen - denn wir wissen nicht was wir tun!
Abschließend diese Bildbetrachtung. Das Kreuz.... und im Hintergrund der Weg in den Himmel. "Keiner kommt zum Vater, als durch mich" Worte aus der Bergpredigt.
Jesus hat durch den Sieg über den Tod, uns das Ewige Leben geschenkt. Jedoch nicht hier auf dieser Erde, sondern dann, wenn wir von ihm gerufen werden, ihm zu folgen ins Paradiese.
Jesus hat uns wieder mit dem Vater versöhnt und uns ihm näher geführt, dorthin, wo
einst Adam und Eva zu Beginn der Schöpfung standen.
Amen.



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