Ein Kirchenschiff, das sich Samstags oder Sonntags so zeigt, wie dieses Bild es suggeriert, da fragt man sich, wo sind denn die treuen Seelen der Gemeinde hin?


Sie sind noch in der Gemeinde, quick lebendig, aber nicht dem Ruf des Herrn gefolgt. Welchem Ruf? Nun wir haben alle einmal gelernt - unter der Rubrik, wie läuft ein Gottesdienst ab - dass das Sonntagsgeläut das Zeichen für die Gläubigen ist, sich am Versammlungsort, also der Kirche, einzufinden und Gott Lobpreis zu bringen. Ist dieser Ruf zu leise? Nein er ist laut genug. Das "Angebot" von "Gottes Bodenpersonals" ist oftmals nicht mehr zeitgemäß und lockt den verängstigten oder verärgerten Christen nicht mehr hinter dem Ofen hervor.
Was muss den passieren, dass die Gläubigen dem Rufe folgend am Versammlungsort auftauchen und dort mitmachen - zusammen mit Gott feiern, beten, die Eucharistie feiern und ihm die privatesten Probleme ihm vor die Füße legen?

Wie bei einer Veranstaltung, wollen wir bespaßt werden. Mit Humor, modernen Worten soll uns der Versammlungsleiter von den Socken hauen. Den Gott ist ein lachender und freundlicher Gott, ein liebender - jedoch wenn angemessen, auch ein zürnender Gott. Aber er liebt uns als Vater weit aus mehr, als wir es wissen.
Und noch mehr freut es ihn, wenn er uns am Versammlungsort begrüßen kann. Er hört aufmerksam zu, wenn wir mit Fragen, Sorgen und Problemen kommen.
Und schon die ersten Christen haben sich an einem Versammlungsort getroffen, um von den Wundern Jesus Christus - Gottes Sohn - und seinem Wirken von den Aposteln zu erfahren. Wer nicht persönlich teilnehmen konnte, bekam den neuesten Stand erzählt von Freunden oder wenn einer der Apostel vorbei kam.

Morgen ist Fronleichnam, hören wir mal genau hin, wenn die Glocken rufen, ob das wirklich nur ein Läuten von Metall ist, oder im innersten von uns einen Ruf wahrnehmen lässt.

Amen

Last Update: Juni 03, 2026

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